Die UBS Group AG ist die Schweizer Holdinggesellschaft des UBS-Konzerns mit Sitz in Zürich. Seit der Übernahme der Credit Suisse steht weniger eine akute wirtschaftliche Gefährdung als vielmehr die aussergewöhnliche Systemrelevanz des vergrösserten Konzerns im Mittelpunkt. Die Leitfrage dieses Dossiers lautet deshalb: Ist UBS inzwischen zu gross für die Schweiz? 1UBS Group AG – Governance
UBS weist die 2014 gegründete UBS Group AG als Schweizer Holdinggesellschaft mit Sitz in Zürich und Eigentümerin sämtlicher Aktien der UBS AG aus.
Dossier-Karte
Rechtsträger: UBS Group AG
Rechtsform: Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht
Sitz: Zürich, Schweiz
Adresse: Bahnhofstrasse 45, 8001 Zürich
Register: Handelsregister des Kantons Zürich
Registerkennung: UID CHE-395.345.924
Gruppenbezeichnung: UBS / UBS Group
Historische Bezüge: UBS AG entstand 1998; UBS Group AG wurde 2014 als Konzernholding geschaffen
Verschmolzene / frühere Gesellschaften: Credit Suisse AG; Credit Suisse (Schweiz) AG; weitere ehemalige Credit-Suisse-Gesellschaften
Aufsichtskontext: Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA; globale Systemrelevanz; ergänzende nationale und internationale Aufsichten der Tochtergesellschaften
Beziehungsgrafik UBS Group AG

Identität und Register
Die UBS Group AG wurde am 10. Juni 2014 gegründet und fungiert als oberste Holdinggesellschaft des Konzerns. Sie besitzt nach Unternehmensangaben 100 Prozent der ausstehenden Aktien der UBS AG. Die Aktien der UBS Group AG sind an der SIX Swiss Exchange und an der New York Stock Exchange kotiert; die ISIN lautet CH0244767585. 2UBS – Identität und Börsennotierung
Die UBS-Governance-Seite nennt Gründungsdatum, Sitz, UID, Börsennotierungen, ISIN und die vollständige Beteiligung der UBS Group AG an der UBS AG.
Adress- und Strukturhistorie
Der heutige Hauptsitz der UBS Group AG befindet sich an der Bahnhofstrasse 45 in Zürich. Gesellschaftsrechtlich ist zwischen der 2014 geschaffenen Holding UBS Group AG und der wesentlich älteren operativen UBS AG zu unterscheiden. UBS AG entstand 1998 und bildet weiterhin einen zentralen Bankrechtsträger innerhalb des Konzerns. UBS Switzerland AG bündelt wesentliche in der Schweiz gebuchte Geschäfte, während UBS Europe SE eine bedeutende europäische Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main ist. 3UBS – Organisation und Struktur
UBS trennt auf ihrer Governance-Seite die Holding UBS Group AG von UBS AG, UBS Switzerland AG und der europäischen UBS Europe SE.
Historie und Vorgänger
Die heutige Konzernstruktur wurde durch die Übernahme der Credit Suisse grundlegend erweitert. Am 31. Mai 2024 wurde die Credit Suisse AG in die UBS AG verschmolzen. Die Credit Suisse AG wurde aus dem Handelsregister gelöscht; sämtliche Rechte und Pflichten gingen auf UBS AG über. 4Fusion UBS AG und Credit Suisse AG
UBS bestätigte den Vollzug der Fusion am 31. Mai 2024 und den Übergang sämtlicher Rechte und Pflichten der Credit Suisse AG.
Am 1. Juli 2024 folgte die Verschmelzung der Credit Suisse (Schweiz) AG auf die UBS Switzerland AG. Auch dieser frühere Rechtsträger existiert seitdem nicht mehr als eigenständige Gesellschaft. 5Fusion der Schweizer Bankgesellschaften
Die Credit Suisse (Schweiz) AG wurde am 1. Juli 2024 gelöscht; sämtliche Rechte und Pflichten gingen auf UBS Switzerland AG über.
Die Integration setzte sich auch ausserhalb der Schweiz fort. UBS Asset Management (Deutschland) GmbH wurde zum 1. Oktober 2025 auf UBS Asset Management (Europe) S.A. verschmolzen. In Deutschland wird das Geschäft seither über eine Zweigniederlassung der Luxemburger Gesellschaft geführt. 6UBS Asset Management Deutschland
UBS dokumentiert die grenzüberschreitende Verschmelzung der deutschen Asset-Management-Gesellschaft auf UBS Asset Management (Europe) S.A. zum 1. Oktober 2025.
Personen und Rollen
Präsident des Verwaltungsrats der UBS Group AG ist Colm Kelleher. Group Chief Executive Officer ist Sergio P. Ermotti, der diese Funktion seit 2023 erneut ausübt. Nach der Generalversammlung 2026 gehören unter anderem Markus Ronner und Jeremy Anderson als Vizepräsidenten dem Verwaltungsrat an. 7Verwaltungsrat UBS Group AG
Die aktuelle UBS-Governance-Seite dokumentiert Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher sowie Zusammensetzung und Funktionen des Verwaltungsrats nach der Generalversammlung 2026.
Sergio P. Ermotti führt die Konzernleitung und ist zugleich Präsident der Geschäftsleitung der UBS AG. Verwaltungsrat und Konzernleitung sind als getrennte Führungsgremien organisiert. 8Konzernleitung UBS Group AG
UBS weist Sergio P. Ermotti als Group CEO aus und beschreibt die Trennung zwischen Verwaltungsrat und operativer Konzernleitung.
Beziehungen und Netzwerk
Die zentrale gesellschaftsrechtliche Linie führt von der UBS Group AG zur vollständig gehaltenen UBS AG. Zu den wesentlichen regulierten Einheiten zählen unter anderem UBS Switzerland AG und UBS Europe SE. Die UBS Europe SE ist eine vollständige Tochtergesellschaft der UBS AG, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und unterliegt der Aufsicht von Europäischer Zentralbank und BaFin. 9UBS Europe SE – Deutschland
UBS nennt Frankfurt als Sitz der UBS Europe SE und führt EZB sowie BaFin als zuständige Aufsichtsbehörden der Gesellschaft auf.
Historisch verlaufen wesentliche Integrationslinien von Credit Suisse AG zu UBS AG und von Credit Suisse (Schweiz) AG zu UBS Switzerland AG. Frühere Credit-Suisse-Gesellschaften sind deshalb als Vorgänger- oder Fusionsgesellschaften einzuordnen und nicht als heute fortbestehende Rechtsträger.
Geschäftsfelder und Selbstdarstellung
UBS positioniert sich als global tätiger Vermögensverwalter und Schweizer Universalbank. Zu den zentralen Geschäftsbereichen gehören Global Wealth Management, Personal & Corporate Banking, Asset Management und Investment Bank. Die Credit-Suisse-Integration hat Umfang, Kundenbasis und internationale Struktur des Konzerns erheblich erweitert. Im März 2026 meldete UBS den Abschluss der Migration sämtlicher ehemaliger Credit-Suisse-Kunden auf UBS-Infrastruktur; rund 1,2 Millionen Kundenbeziehungen waren davon betroffen. 10Abschluss der Credit-Suisse-Kundenmigration
UBS erklärte im März 2026 die weltweite Migration ehemaliger Credit-Suisse-Kunden auf ihre Infrastruktur für abgeschlossen und nennt rund 1,2 Millionen Kunden.
Kapitalmarkt und Veröffentlichungen
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete UBS einen den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von 7,767 Milliarden US-Dollar und eine harte Kernkapitalquote von 14,4 Prozent. 11UBS Geschäftsbericht 2025
Der geprüfte Geschäftsbericht 2025 weist 7,767 Milliarden US-Dollar Reingewinn und eine CET1-Kapitalquote von 14,4 Prozent aus.
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte UBS nach Unternehmensangaben einen Reingewinn von 5,8 Milliarden US-Dollar, davon 2,8 Milliarden im zweiten Quartal. Die CET1-Quote lag Ende Juni 2026 ebenfalls bei 14,4 Prozent. Damit bietet die aktuelle Finanzlage keine Grundlage für die Darstellung einer akuten wirtschaftlichen Krise. 12UBS Ergebnis zweites Quartal 2026
UBS meldete 5,8 Milliarden US-Dollar Halbjahresgewinn, 2,8 Milliarden im zweiten Quartal und eine CET1-Kapitalquote von 14,4 Prozent.
Aufsicht und kritischer Kontext
Die entscheidende Frage des Dossiers betrifft nicht eine gegenwärtige Zahlungs- oder Solvenzkrise, sondern die Folgen der aussergewöhnlichen Grösse des Konzerns für die Schweiz. UBS gehört zu den vom Financial Stability Board als global systemrelevant eingestuften Banken und unterliegt damit erhöhten Anforderungen an Kapital, Verlusttragfähigkeit, Aufsicht und Abwicklungsplanung. 13FSB – global systemrelevante Banken
Das Financial Stability Board führt UBS auf der G-SIB-Liste; solche Institute unterliegen erhöhten Kapital-, TLAC-, Aufsichts- und Abwicklungsanforderungen.
FINMA stellte 2025 weitere Fortschritte bei der Sanier- und Liquidierbarkeit fest und hält eine Rekapitalisierung und Sanierung grundsätzlich für realisierbar. Zugleich kann der UBS-Notfallplan nach Einschätzung der Aufsicht derzeit noch nicht als umsetzbar betrachtet werden und muss stärker in die gesamte Abwicklungsplanung eingebettet werden. 14FINMA Resolution-Bericht UBS
FINMA sieht eine Sanierung grundsätzlich als realisierbar, bewertet den derzeitigen Notfallplan aber noch nicht als umsetzbar und fordert zusätzliche Handlungsoptionen.
Besonders umstritten ist die künftige Eigenkapitalregulierung. Der Bundesrat schlägt vor, Beteiligungen systemrelevanter Schweizer Banken an ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit hartem CET1-Kapital zu unterlegen. Bundesrat, SNB und FINMA halten das Paket für zielgerichtet und tragbar. Die SNB erklärte zudem, UBS verfüge unter Einbezug vorhandener Reserven bereits über genügend Kapital, um die vollständige Unterlegung zu erfüllen. 15Bundesrat – Too-Big-To-Fail-Regulierung
Der Bundesrat schlägt die vollständige CET1-Unterlegung ausländischer Beteiligungen vor und bezeichnet das Gesamtpaket gemeinsam mit SNB und FINMA als tragbar.
UBS widerspricht dieser Bewertung deutlich. Nach eigener Berechnung würde die vollständige Unterlegung ausländischer Tochtergesellschaften bei UBS AG rund 20 Milliarden US-Dollar zusätzliches CET1 erfordern. Unter Einbezug weiterer regulatorischer Effekte und bereits bestehender Anforderungen aus der Credit-Suisse-Übernahme beziffert UBS die gesamte zusätzliche CET1-Belastung mit rund 37 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl ist eine Unternehmensberechnung von UBS und keine behördlich festgestellte Kapitallücke. 16UBS-Stellungnahme zu den Kapitalregeln
UBS berechnet rund 20 Milliarden US-Dollar zusätzliches CET1 aus der Beteiligungsregel und rund 37 Milliarden insgesamt unter Einbezug weiterer Anforderungen.
Die gesetzliche Regelung ist noch nicht abgeschlossen. Die zuständige Kommission des Ständerats fand am 11. August 2026 keinen Kompromiss und will die Beratungen am 31. August fortsetzen. Parallel eröffnete der Bundesrat am 12. August 2026 eine weitere Vernehmlassung zu Governance, Vergütung, FINMA-Befugnissen, Krisenvorbereitung und Liquiditätsversorgung. Die regulatorische Neuordnung der Schweizer Grossbanken bleibt damit in Bewegung. 17Parlamentarische Beratung der UBS-Kapitalregeln
Reuters berichtete am 11. August 2026 über die ausgebliebene Einigung der Ständeratskommission und die geplante Fortsetzung der Beratungen am 31. August.
Die politische Leitfrage „Ist UBS inzwischen zu gross für die Schweiz?“ bleibt daher eine Bewertung und keine festgestellte Tatsache. Belegt sind jedoch die globale Systemrelevanz, die erheblich gewachsene Konzernstruktur, verschärfte Anforderungen an die Abwicklungsplanung und eine intensive politische Debatte darüber, wie stark das Schweizer Stammhaus Risiken aus internationalen Tochtergesellschaften mit eigenem Kapital absichern muss.
Dossier-Status
Belegt: UBS Group AG ist die oberste Schweizer Konzernholding; sie besitzt 100 Prozent der UBS AG. Die Credit Suisse AG und Credit Suisse (Schweiz) AG wurden 2024 in UBS-Gesellschaften verschmolzen.
Gruppenebene: UBS Group AG, UBS AG, UBS Switzerland AG und UBS Europe SE sind unterschiedliche Rechtsträger beziehungsweise Konzernebenen und dürfen nicht gleichgesetzt werden.
Historie: Die rechtliche Integration wesentlicher Credit-Suisse-Gesellschaften ist vollzogen; die technische Gesamtintegration soll nach UBS-Planung bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Aufsicht: UBS ist global systemrelevant. FINMA sieht Fortschritte bei der Abwicklungsfähigkeit, verlangt aber weitere Entwicklung. Die Schweizer Too-Big-To-Fail-Reform ist noch nicht vollständig gesetzlich abgeschlossen.
Offen: Endgültige Ausgestaltung und Höhe der künftigen Kapitalanforderungen sowie die parlamentarische Entscheidung über die vollständige CET1-Unterlegung ausländischer Beteiligungen.
Pressemeldungen
UBS-Ergebnis für das zweite Quartal 2026
UBS veröffentlicht Geschäftsbericht 2025
UBS schliesst Credit-Suisse-Kundenmigration ab
UBS-Stellungnahme zu den regulatorischen Kapitalankündigungen
Ergebnisse der UBS-Generalversammlung 2026
Fusion von UBS AG und Credit Suisse AG abgeschlossen
Fusion von UBS Switzerland AG und Credit Suisse (Schweiz) AG abgeschlossen
Änderungen im UBS-Verwaltungsrat
Änderungen innerhalb der UBS-Konzernleitung
Neustrukturierung des europäischen UBS-Asset-Management-Geschäfts
Positive Links
Schweizerische Nationalbank – Financial Stability Report 2026
Financial Stability Board – G-SIB-Liste 2025
FINMA schliesst Kontrollverfahren zum Zusammenschluss UBS/Credit Suisse ab
FINMA – Resolution-Berichterstattung UBS 2025
Eidgenössisches Finanzdepartement – Too Big To Fail
UBS Group AG – Governance und Unternehmensdaten
UBS – Organisation und Konzernstruktur
UBS Europe SE – rechtliche Angaben und Aufsicht
UBS – Quartalsberichterstattung 2026
UBS – Geschäftsberichte und Finanzberichterstattung
Kritische Links
Bundesrat – Verschärfung der Too-Big-To-Fail-Eigenkapitalregeln
FINMA – UBS-Notfallplan derzeit noch nicht als umsetzbar beurteilt
FINMA – Stabilisierungs- und Notfallpläne nach Credit-Suisse-Übernahme
Reuters – Ständeratskommission ohne Einigung bei UBS-Kapitalregeln
Reuters – Streit um Finanzstabilität und Wettbewerbsfähigkeit der UBS
Reuters – Auswirkungen der neuen Schweizer UBS-Kapitalregeln
Reuters Breakingviews – UBS-Bewertung trotz ungelöster Kapitalfrage
Bundesrat – weitere Too-Big-To-Fail-Reformen vom August 2026
Reuters – strengere Bonus- und Aufsichtsregeln in Vernehmlassung
UBS – Gegenposition zum Kapitalpaket des Bundesrats
Dossier-Verwaltung:
Nordwell Horizon AG
Turmstrasse 18
6312 Steinhausen





