Die BayWa Aktiengesellschaft mit Sitz in München gehört zu den traditionsreichsten deutschen Agrar- und Handelsunternehmen. Was 1923 aus dem genossenschaftlichen Landhandel entstand, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem international verzweigten Konzern. Seit dem Sommer 2024 steht jedoch nicht mehr Expansion, sondern Sanierung im Mittelpunkt: Die Gesellschaft geriet nach eigenen Angaben in eine Liquiditätskrise und befindet sich seither in einer tiefgreifenden finanziellen und strukturellen Neuordnung.1Impressum BayWa AG
Offizielle Unternehmensangaben zu Rechtsträger, Sitz, Registergericht, HRB-Nummer sowie aktuellem Vorstand und Aufsichtsratsvorsitz.
Die zentrale Frage dieses Dossiers lautet deshalb: Wie konnte ein mehr als hundert Jahre alter deutscher Traditionskonzern in eine derart schwere Finanz- und Liquiditätskrise geraten? Die öffentlich zugänglichen Informationen zeigen keinen einzelnen Auslöser. Vielmehr verdichteten sich über Jahre mehrere Faktoren: internationale Expansion, hoher Finanzierungsbedarf, eine erhebliche Kreditabhängigkeit, die abrupte Zinswende, schwächere operative Ergebnisse und massive Belastungen insbesondere im Geschäft mit erneuerbaren Energien.
Dossier-Karte
Rechtsträger: BayWa Aktiengesellschaft
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Sitz: München, Deutschland
Adresse: Arabellastraße 4, 81925 München
Register: Handelsregister des Amtsgerichts München
Registerkennung: HRB 4921
LEI: 529900SM0FDLLYATXU36
Vorstand: Michael Baur, Prof. Dr. Matthias J. Rapp, Dr. Marlen Wienert
Aufsichtsratsvorsitz: Gregor Scheller
Gruppenbezeichnung: BayWa / BayWa-Gruppe / BayWa-Konzern
Historischer Ursprung: Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG, gegründet 1923
Kapitalmarkt: Börsennotierte Aktiengesellschaft im Prime Standard
Sanierungsstatus: Laufende finanzielle und operative Restrukturierung; bestehendes Sanierungskonzept wird 2026 erneut angepasst
Aufsichtskontext: StaRUG-Verfahren, Bilanzkontrolle zum Konzernlagebericht 2023 und öffentlich bekannt gewordene staatsanwaltschaftliche Ermittlungen
Beziehungsgrafik BayWa AG

Die Netzwerkansicht dient als struktureller Ausgangspunkt. Sichtbare Verbindungen werden dabei nicht automatisch als heutige Beteiligungen oder Tochtergesellschaften behandelt. Aktuelle Gesellschaften, frühere Beziehungen, Personen sowie Marken- und Technikbezüge sind getrennt einzuordnen.
Identität und Register
Die heutige BayWa Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in München und ist unter HRB 4921 beim Amtsgericht München eingetragen. Als Legal Entity Identifier wird 529900SM0FDLLYATXU36 geführt. Die aktuelle Unternehmensseite nennt Michael Baur, Prof. Dr. Matthias J. Rapp und Dr. Marlen Wienert als Vorstand sowie Gregor Scheller als Vorsitzenden des Aufsichtsrats.2LEI-Datensatz BayWa Aktiengesellschaft
Datensatz mit LEI, Rechtsform, Münchner Anschrift, HRB 4921 und Status der juristischen Person.
Frank Hiller ist nicht mehr Vorstandsvorsitzender. Sein Amt als Vorsitzender endete am 9. Januar 2026 mit sofortiger Wirkung; die entsprechenden Aufgaben wurden auf die drei verbliebenen Vorstandsmitglieder verteilt.3Veränderung im Vorstand
BayWa-Mitteilung vom Januar 2026 zur Beendigung des Vorstandsvorsitzes und Neuverteilung der Aufgaben.
Adress- und Strukturhistorie
Die BayWa wurde am 17. Januar 1923 im Zuge der Trennung des Waren- vom Bankgeschäft der Bayerischen Zentral-Darlehenskasse gegründet. Der ursprüngliche Name lautete Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG; der Handelsregistereintrag erfolgte am 16. Februar 1923.4Die Gründungsjahre der BayWa
Unternehmenshistorie zur Gründung 1923, zur Trennung von Geld und Ware sowie zum ursprünglichen Firmennamen.
Für die heutige Struktur ist entscheidend, historische Akquisitionen nicht mit rechtlichen Vorgängergesellschaften gleichzusetzen. So übernahm die BayWa 2002 die WLZ Raiffeisen AG. Das erweiterte das operative Kerngebiet nach Württemberg, macht die WLZ aber nicht automatisch zum rechtlichen Vorgänger der heutigen BayWa AG.5BayWa Unternehmensgeschichte
Chronologie mit Gründung 1923 und Übernahme der WLZ Raiffeisen AG im Jahr 2002.
Historie und Vorgänger
Aus dem regional geprägten Landhandelsunternehmen entwickelte sich über Jahrzehnte ein breit aufgestellter Konzern. Die BayWa selbst beschreibt weltweite Getreidemärkte und erneuerbare Energien als zentrale Felder ihrer späteren Expansion.6Geschichte der BayWa
Offizielle historische Übersicht über die Entwicklung vom genossenschaftlichen Landhandel bis zum international tätigen Konzern.
Genau diese Entwicklung ist für die heutige Krise relevant. Expansion schafft Größe und neue Ertragschancen, erhöht bei kreditfinanziertem Wachstum aber zugleich Kapitalbedarf, Refinanzierungsabhängigkeit und Zinsrisiko. Solange Fremdkapital vergleichsweise günstig verfügbar war, konnte diese Struktur getragen werden. Mit stark steigenden Finanzierungskosten änderten sich die Voraussetzungen grundlegend.
Personen und Rollen
Die Krise erstreckt sich über mehrere Managementperioden. Deshalb wäre es verkürzend, ihre Entstehung allein der heutigen Unternehmensführung oder einer einzelnen früheren Person zuzurechnen. Maßgeblich ist die Entwicklung von Geschäftsmodell, Konzernstruktur, Finanzierung und Risikolage über mehrere Jahre.
Der aktuelle Vorstand besteht aus Michael Baur, Prof. Dr. Matthias J. Rapp und Dr. Marlen Wienert. Baur begleitet die Restrukturierung als Chief Restructuring Officer. Die heutige Organstruktur ist von früheren Vorstandsbesetzungen klar zu trennen.
Geschäftsfelder und Selbstdarstellung
Die BayWa entwickelte sich von ihren landwirtschaftlichen Wurzeln zu einem Konzern mit Agrarhandel, Technik, Baustoffen, Energie, Mobilität und internationalen Beteiligungen. Ein besonders bedeutender Expansionsbereich waren die erneuerbaren Energien über BayWa r.e.
Gerade dort traten 2024 erhebliche Belastungen auf. Im Segment Regenerative Energien sank der Umsatz nach Unternehmensangaben um 28,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Das EBIT fiel auf minus 732 Millionen Euro. Niedrigere Stromerlöse, verzögerte Projektverkäufe, gesunkene Preise im Solarmodulhandel sowie umfangreiche Wertminderungen belasteten das Ergebnis.7Geschäftsjahr 2024
BayWa berichtet über Liquiditätskrise, Konzernverlust und erhebliche Belastungen im Segment Regenerative Energien.
Kapitalmarkt und Veröffentlichungen
Die Eskalation wird besonders deutlich an den Finanzkennzahlen. Ende März 2024 lagen die langfristigen Bankverbindlichkeiten nach Reuters bei rund 3,1 Milliarden Euro; hinzu kamen kurzfristige Verbindlichkeiten von knapp 2,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig trafen steigende Finanzierungskosten auf ein Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf.8Reuters: Finanzierungslage BayWa
Bericht vom Juli 2024 zu steigenden Finanzierungskosten sowie langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns.
Im August 2024 mussten Großaktionäre und kreditgebende Banken frische Liquidität von insgesamt rund 550 Millionen Euro bereitstellen. Gleichzeitig wurden fällige Rückzahlungen im Rahmen eines Stillhalteabkommens ausgesetzt, damit ein Sanierungsgutachten erstellt werden konnte.9Finanzierungspaket August 2024
Unternehmensmeldung über 550 Millionen Euro frische Liquidität und Stillhaltevereinbarungen mit kreditgebenden Banken.
Für 2024 meldete die BayWa schließlich einen Konzernumsatz von 21,1 Milliarden Euro, ein EBIT nach außerplanmäßigen Abschreibungen von knapp minus 1,1 Milliarden Euro und einen Konzernjahresfehlbetrag von rund 1,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen selbst bezeichnete die Situation als schwerste Unternehmenskrise seit seinem Bestehen und bestätigte eine Liquiditätskrise im Sommer 2024.10BayWa Konzernfinanzbericht 2024
Geschäftsbericht mit Sanierungssituation, Konzernabschluss, Kapitalflussrechnung, Risikobericht und Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes.
Wie konnte es so weit kommen? In der Zusammenschau ergibt sich eine belastbare Kausalkette, ohne dass damit eine einzelne Ursache behauptet wird: Der Konzern expandierte stark und international. Teile dieses Wachstums waren kapital- und finanzierungsintensiv. Die Zinswende verteuerte Fremdkapital erheblich. Gleichzeitig verschlechterten sich Ergebnisse in wichtigen Bereichen, während insbesondere das Geschäft mit erneuerbaren Energien zusätzlichen Kapital- und Abschreibungsbedarf erzeugte. Aus einer hohen Verschuldung wurde damit ein akutes Refinanzierungs- und schließlich Liquiditätsproblem.
Die Sanierung erfolgte nicht nur über Einsparungen. Der Konzern begann, Beteiligungen und Unternehmensteile zu verkaufen. Im Mai 2025 wurde die 47,53-prozentige Beteiligung an der RWA für 176 Millionen Euro veräußert. Nach BayWa-Angaben reduzierten sich dadurch die Bankverbindlichkeiten des Konzerns um mehr als 500 Millionen Euro.11Verkauf der RWA-Beteiligung
BayWa-Mitteilung zum Vollzug des Verkaufs, Kaufpreis von 176 Millionen Euro und Auswirkungen auf Bankverbindlichkeiten.
Im Februar 2026 folgte der Vollzug des Verkaufs der niederländischen Cefetra Group. Der Kaufpreiserlös betrug 125 Millionen Euro; durch Entkonsolidierung und Verwendung des Erlöses reduzierten sich die Bankverbindlichkeiten nach Unternehmensangaben um mehr als 600 Millionen Euro. Gemeinsam mit weiteren Verkäufen beziffert BayWa den Abbau der Bankverbindlichkeiten auf etwa 1,3 Milliarden Euro.12Verkauf der Cefetra Group
Unternehmensmeldung zum Verkaufserlös und zur Reduktion der Bankverbindlichkeiten durch Entkonsolidierung und Schuldentilgung.
Hinzu kam eine umfangreiche Kapitalmaßnahme. Die 2025 abgeschlossene Bezugsrechtskapitalerhöhung brachte einschließlich der ersten Tranche einen Bruttoemissionserlös von rund 179 Millionen Euro. Das Grundkapital beträgt seit November 2025 rund 256,85 Millionen Euro bei 100.330.769 Aktien.13Kapitalerhöhung 2025
BayWa meldet den Abschluss der Bezugsrechtskapitalerhöhung mit einem Bruttoemissionserlös von rund 179 Millionen Euro.
StaRUG: Sanierung außerhalb der Insolvenz
Als sich nicht sämtliche Finanzgläubiger auf freiwilliger Basis in die Sanierung einbinden ließen, nutzte die BayWa 2025 das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz, kurz StaRUG. Der Restrukturierungsplan erhielt die erforderlichen Mehrheiten und wurde am 6. Juni 2025 vom Amtsgericht München bestätigt. Er regelt die Beziehungen zu rund 300 planbetroffenen Finanzgläubigern und verlängerte unter anderem Kredite zunächst bis Ende 2028.14Gerichtliche Bestätigung des StaRUG-Plans
BayWa-Mitteilung zur Bestätigung des Restrukturierungsplans durch das Amtsgericht München und zu rund 300 planbetroffenen Finanzgläubigern.
Das ist rechtlich von einer Insolvenz der BayWa AG zu unterscheiden. Das StaRUG ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen eine präventive Restrukturierung vor einem Insolvenzverfahren. Kunden, Lieferanten, Beschäftigte und Tochtergesellschaften waren nach der damaligen Unternehmensmitteilung von diesem Verfahren nicht unmittelbar planbetroffen.
Warum selbst der erste Sanierungsplan nicht ausreichte
Die Geschichte endete jedoch nicht mit der gerichtlichen Bestätigung. Im Frühjahr 2026 musste die BayWa ihr Sanierungskonzept erneut anpassen. Hintergrund war unter anderem eine veränderte Mittelfristplanung der BayWa r.e. AG. Mit den finanzierenden Banken wurde deshalb eine weitere Stillhaltevereinbarung bis Herbst 2026 geschlossen.15Quartalsmitteilung Q1 2026
BayWa berichtet über Anpassung des Sanierungskonzepts, Standstill bis Herbst 2026 und Auswirkungen der BayWa-r.e.-Planung.
Am 30. Juni 2026 wurde schließlich eine Grundsatzverständigung über eine nochmals weitreichendere Neuordnung veröffentlicht. Vorgesehen sind nun unter anderem eine Verlängerung des Sanierungszeitraums bis Ende 2030, Zinsentlastungen sowie die Umwandlung von Finanzverbindlichkeiten von bis zu 700 Millionen Euro in ein nachrangiges Instrument. Gleichzeitig soll sich die BayWa künftig noch stärker auf Agrar, Agrartechnik und Baustoffe konzentrieren; Wärme und Mobilität sollen bis Ende 2029 veräußert werden.16Ad-hoc-Mitteilung vom 30. Juni 2026
Insiderinformation zur Verlängerung der Sanierung bis 2030, Nachranginstrument, Beteiligungsverkäufen und Neuordnung von BayWa r.e.
Auch BayWa r.e. soll aus dem bisherigen Konzernverbund herausgelöst werden. Die Grundsatzverständigung sieht die Übertragung der Anteile von BayWa AG und Energy Infrastructure Partners auf einen Transformationsgesellschafter, die Entkonsolidierung und einen späteren Verkauf vor. Die derzeit erwarteten Erlöse von bis zu 900 Millionen Euro sind dabei keine bereits realisierten Verkaufserlöse, sondern eine Planungsannahme des Sanierungskonzepts.
Aufsicht und kritischer Kontext
Zur finanziellen Krise kommt ein kritischer Aufarbeitungsprozess. Im Oktober 2025 wurde öffentlich, dass die BaFin den Konzernlagebericht 2023 hinsichtlich bestimmter Finanzierungsrisiken beanstandete. Im Mittelpunkt stand unter anderem ein Konsortialkredit über zwei Milliarden Euro, von dem zum 31. Dezember 2023 rund 1,75 Milliarden Euro in Anspruch genommen waren. Nach der veröffentlichten Darstellung waren wesentliche Risiken und die Bedeutung bestimmter Kreditbedingungen aus Sicht der Aufsicht nicht ausreichend erkennbar gemacht worden.17BaFin-Fehlerfeststellung zum Lagebericht 2023
Dow-Jones-Bericht über die Beanstandung von Finanzierungs- und Refinanzierungsrisiken im BayWa-Konzernlagebericht 2023.
Diese Fundstelle wird ausdrücklich als Aufsichtskontext geführt und nicht als pauschale „BaFin-Warnung vor BayWa“. Nach Darstellung des Unternehmens betraf die Feststellung den Konzernlagebericht 2023 und nicht den Zahlenteil des Konzernabschlusses 2024.
Daneben wurde im August 2025 öffentlich bekannt, dass die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen zur Darstellung der Finanzlage im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss 2023 aufgenommen hatte. Ermittlungen sind keine gerichtliche Feststellung strafbaren Verhaltens und werden deshalb in diesem Dossier ausschließlich als laufender kritischer Kontext geführt.18Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen
Tagesschau-Bericht über Ermittlungen zur Darstellung der Finanzlage im Jahresabschluss 2023 ohne Feststellung strafrechtlicher Schuld.
Dossier-Status
Belegt: Die BayWa AG geriet im Sommer 2024 nach eigenen Angaben in eine Liquiditätskrise. Für 2024 wurden ein EBIT von knapp minus 1,1 Milliarden Euro und ein Konzernjahresfehlbetrag von rund 1,6 Milliarden Euro gemeldet. Banken und Großaktionäre stellten zusätzliche Liquidität bereit; ein StaRUG-Restrukturierungsplan wurde 2025 gerichtlich bestätigt.
Gruppenebene: Die BayWa hat bereits erhebliche Unternehmensteile und Beteiligungen verkauft. RWA und Cefetra sind veräußert. Weitere Verkäufe sind Bestandteil des Sanierungsplans. BayWa r.e. soll nach dem derzeitigen Konzept entkonsolidiert und später verkauft werden.
Historie: Die Entwicklung vom regionalen genossenschaftlichen Landhandel zum internationalen Konzern ist öffentlich nachvollziehbar. Die Expansion in weltweite Agrarmärkte und erneuerbare Energien gehört zu den prägenden Strukturveränderungen der vergangenen Jahrzehnte.
Aufsicht: Die BaFin beanstandete den Konzernlagebericht 2023 hinsichtlich bestimmter Finanzierungsrisiken. Zusätzlich wurden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen öffentlich bekannt. Beides wird als Prüf- beziehungsweise Ermittlungsstatus geführt und nicht als Schuldnachweis.
Offen: Die Grundsatzverständigung vom 30. Juni 2026 ist noch nicht mit einer endgültig rechtsverbindlichen neuen Sanierungsvereinbarung gleichzusetzen. Sie steht unter weiteren Zustimmungs- und Umsetzungsvorbehalten. Auch der geplante Verkauf von BayWa r.e. ist noch nicht abgeschlossen.
Offen: Der Konzernfinanzbericht 2025 ist zum Stand dieses Dossiers noch nicht veröffentlicht. Der aktuelle Finanzkalender nennt den 30. Oktober 2026 als Veröffentlichungstermin.19Finanzkalender BayWa AG
Aktueller Unternehmenskalender mit geplantem Veröffentlichungstermin des Konzernfinanzberichts 2025 am 30. Oktober 2026.
Redaktionelle Einordnung: Die öffentlich belegbare Entwicklung spricht für eine Kettenreaktion und nicht für eine simple Ein-Ursachen-Erklärung. Aus jahrzehntelangem Wachstum entstand ein komplexer internationaler Konzern. Hoher Kapitalbedarf und Fremdfinanzierung trafen auf eine abrupte Zinswende, operative Schwächen und erhebliche Belastungen im Geschäft mit erneuerbaren Energien. Als der Refinanzierungsdruck stieg, verlor die bestehende Struktur ihre finanzielle Fehlertoleranz. Aus einem Verschuldungsproblem wurde eine Liquiditätskrise – und aus der Krise eine mehrjährige Restrukturierung, deren Ende derzeit erst für 2030 vorgesehen ist.
Pressemeldungen
BayWa-Restrukturierungsplan von Amtsgericht München bestätigt
BayWa schließt Verkauf von RWA-Beteiligung ab
BayWa AG schließt Bezugsrechtskapitalerhöhung erfolgreich ab
BayWa schließt Verkauf von Cefetra erfolgreich ab
BayWa im ersten Quartal 2026: Sanierungskonzept wird angepasst
Positive Links
Die Gründungsjahre der BayWa
Geschichte der BayWa – vom Landhandel zum internationalen Konzern
Unternehmensprofil und aktuelle Konzernstruktur
Kritische Links
Reuters: BayWa und die angespannte Finanzierungssituation im Sommer 2024
BaFin beanstandet Finanzierungsrisiken im Konzernlagebericht 2023
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen BayWa-Bilanz
Grundsatzverständigung zur erneuten Anpassung der Sanierungsvereinbarung
Dossier-Verwaltung:
Nordwell Horizon AG
Turmstrasse 18
6312 Steinhausen





